Epoxidharz in der Kunst

Gemälde aus Epoxidharz: in der Kunst wird Epoxidharz auch schon verwendet!
Auch in der Kunst kommt Epoxidharz immer häufiger zum Einsatz!

Epoxidharz in der Kunst! Was im ersten Moment vielleicht merkwürdig klingen mag, ist auf den zweiten Blick nur allzu einleuchtend. Epoxidharz ist ein sehr universeller Werkstoff und seinen Verwendungsmöglichkeiten sowohl im Innen- als auch im Außenbereich sind kaum Grenzen gesetzt. Zudem ist Epoxidharz wirklich angesagt. Das äußerst robuste und dabei doch flexible Material erobert aber nicht nur den Handwerksbereich. Immer häufiger kommt Epoxidharz in der Kunst zum Einsatz. Wer hätte gedacht, dass ein Material, dass vor allem zum Beschichten und Versiegeln von Oberflächen benutzt wird, einmal einen regelrechten Hype auslöst?

Die positiven Eigenschaften von Epoxidharz

Nun, eigentlich ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass Epoxidharz immer mehr Liebhaber findet. Längst hat der flexible Kunstharz sein angestammtes Terrain verlassen und findet vielerorts aufgrund seiner herausragenden Eigenschaften neue Anwendungsbereiche.

Aquarianer und Terraristikfans haben schon seit langem die Vorteile von Epoxidharz entdeckt. Dank seiner mechanischen Eigenschaften lassen sich mit dem Harz Landschaften kreieren und Reparaturen durchführen. Hitze- und wasserbeständig, eine hohe Haftbarkeit und vor allem seine Widerstandsfähigkeit machen ihn zum perfekten Werkstoff. Auch im Modellbau für Eisenbahnen und Flugzeuge wird Epoxidharz gerne verwendet – aus eben denselben Gründen.

Bei Epoxidharz handelt es sich um ein sogenanntes Zweikomponentensystem aus dem Harz selbst und einem entsprechenden Härter. Es heißt deshalb auch 2K-Epoxidharz. Die zwei Bestandteile werden in einem bestimmten Mischverhältnis sehr gründlich miteinander vermengt. Im Zuge dessen kommt es zu einer starken chemischen Reaktion, an deren Ende das fertige Epoxidharz steht. Es ist fast geruchsneutral und durchsichtig, dabei sehr robust und gut zu verarbeiten.

Epoxidharz enthält standardmäßig keine Lösungsmittel und ist resistent gegen Chemikalien. Und besonders wichtig für das künstlerische Arbeiten: das Kunstharz hat einen ausgezeichneten UV-Filter, sodass es nur in äußerst geringem Maße vergilbt.

Wo kommt Epoxidharz in der Kunst vor?

Dekogegenstände, Schmuck und Möbel aus Epoxidharz sind nun wirklich keine Neuheit. Den mit gefärbten Epoxidharz und verschiedenen Dekoelementen verzierten Tisch kennen viele. Auch als Ohrstecker, Ringe und Armreife taucht das vielseitig verwendbare Kunstharz häufig auf. Es werden auch gerne Figuren und Tiermotive aus dem Harz gegossen, die mit entsprechenden Zusätzen und Verzierungen gestaltet werden.

Ein neuer Trend ist allerdings das Gestalten und „Malen“ mit Epoxidharz. Hatten bisher vor allem Handwerker und handwerklich tätige Personen damit gearbeitet, so entdecken nun vermehrt auch Künstler den Werkstoff für sich. Und nicht nur Bildhauer und gestaltende Künstler verwenden das gut formbare und zu bearbeitende Epoxidharz. Es entstehen sogar Bilder.

Das vielseitig verwendbare Kunstharz überzeugt einerseits durch seine Klarheit, andererseits ist es durch die Beimischung von Farben unglaublich abwechslungsreich. Unbestreitbar ist Epoxidharz in der Kunst angekommen!

Die Verwendung von Epoxidharz in der Kunst

Es gibt ein paar wichtige Dinge zu beachten, damit Epoxidharz in der Kunst zum Einsatz kommen kann. Das betrifft sowohl die Auswahl des Harzes als auch einige notwendige Vorbereitungen. Wer sich für Epoxidharz entscheidet, sollte beim Kauf nicht allzu geizig sein. Es gibt wirklich Qualitätsunterschiede, die auch beim Arbeiten im wahrsten Sinne des Wortes sichtbar werden!

Je hochklassiger das Harzgemisch ist, desto besser lässt sich damit arbeiten. Desto klarer wird das Ergebnis und es vergilbt nicht so schnell. Der Verhärtungsprozess läuft insgesamt zügiger und komplikationsfrei ab. Vor allem sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Topfzeit ausreichend lang ist. Der Künstler kann sich nicht unbegrenzt Zeit lassen für seinen kreativen Prozess, denn irgendwann verliert das Epoxidharz seine Flexibilität und lässt sich nur noch schwer oder schlimmstenfalls gar nicht mehr malerisch verarbeiten.

Worauf lässt sich mit Epoxidharz am besten malen?

Was generell für die Anwendungsmöglichkeiten gilt, trifft auch auf Epoxidharz in der Kunst zu: Fast alle glatten und sauberen Untergründe eignen sich für künstlerische Arbeiten. Wände und Untergründe aus Holz, Metall, Beton und Glas können bedenkenlos bemalt werden.

Wichtig ist nur, dass der Untergrund wirklich dicht ist und keine Flüssigkeit aufnimmt. Eine klassische Malleinwand kann daher nicht verwendet werden. Es ist allerdings kein Problem, sich beispielsweise eine Leinwand aus Holz im Baumarkt zurechtschneiden zu lassen.

Es empfiehlt sich überdies, ein relativ dickes Kunstharz zum malen zu benutzen, damit die verschiedenen Farben sich nicht zu leicht vermischen.

Epoxidharz in der Kunst hat viele Gestaltungsmöglichkeiten

Epoxidharz lässt sich grundsätzlich sehr gut mit Farben und verschiedenen Dekomaterialien kombinieren. So kann jeder seine ganz persönliche Note in den neuen Garagenboden oder den Wohnzimmertisch bringen. Ähnliches gilt auch, wenn Epoxidharz in der Kunst verarbeitet wird.

Muscheln, Kunstschmuck, kleine Steinchen oder Kristalle – der individuellen Vorstellungskraft sind da keinerlei Grenzen gesetzt. Farbvariationen gibt es mittlerweile unzählige im Fachhandel. Die Hersteller und Händler haben natürlich entsprechend auf die hohe und erweiterte Nachfrage reagiert.

Die einzigen Einschränkungen stellen Öl und Wasser dar; die verwendeten Farben müssen frei davon sein. Sonst könnte der Verhärtungsprozess empfindlich gestört werden oder gar missglücken.

Farben können dem Epoxidharz in flüssiger Form oder als Pigmente hinzugefügt werden. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Farben hochkonzentriert respektive hochpigmentiert sind. Ansonsten leidet das Mischungsverhältnis aus Harz und Härter.

Einschränkungen beim Arbeiten mit Epoxidharz in der Kunst

Wer ein Bild aus Epoxidharz schaffen möchte, sollte relativ genau wissen, was er machen möchte, bevor er anfängt. Die Topfzeit des Harzes lässt es nicht zu, dass der Künstler erst einmal wartet, bis ihn die Muse küsst und er irgendwann beginnt, seine Eingebungen auf die Holzleinwand zu bringen. Die Gebrauchszeiten von Epoxidharz variieren je nach Produkt von einigen Minuten bis zu mehreren Stunden. Das sollte also beim Kauf unbedingt beachtet werden.

Epoxidharz ist exotherm – das heißt, es kann sehr hohe Hitzegrade erzeugen. Unter bestimmten Umständen kann das Kunstharz sogar beginnen, zu kochen. Daher sollte man bei hohen Außentemperaturen, etwa im Hochsommer eher auf Malarbeiten mit Epoxidharz verzichten.

Grundsätzlich gilt, im Atelier oder dem Bereich, in dem gearbeitet wird, keine zu hohe Raumtemperatur zu haben und zudem für ausreichend Frischluft zu sorgen. Epoxidharz ist im Verarbeitungszustand nicht ungefährlich. Neben der Hitze absorbiert es auch giftige Dämpfe.

Es ist also äußerst ratsam, entsprechende Schutzkleidung – Atemmaske und Handschuhe – zu tragen! Zu guter Letzt ist Epoxidharz kein billiger Werkstoff. Gerade wenn man auf Qualität aus ist und die oben geschilderten Umstände berücksichtigen möchte, kann das ein ziemlich teures Gemälde werden.

Wer all dies wissentlich in Kauf nimmt und ein paar Dinge beachtet, für den lohnt sich der Aufwand garantiert! So kann mit Epoxidharz ein ganz besonderes Kunstwerk erschaffen werden, das es so nicht allzu oft gibt!

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