Risse im Holz füllen mit Epoxidharz

Epoxidharz ist ein äußerst vielseitiges und flexibles Material. Sehr robust und wasserfest, es haftet auf vielen Oberflächen, enthält keine Lösemittel und ist ausgesprochen beständig gegenüber Chemikalien. Und es eignet sich vor allem auch für Holzarbeiten.

Besonders gut lassen sich Risse im Holz füllen mit Epoxidharz. Ein natürliches Material wie Holz weist hin und wieder Löcher und Risse auf. Knäste, Holzwürmer oder die Verwitterung können, wenn es sich um Holz im Außenbereich handelt, dafür verantwortlich sein. Manchmal kommt es auch einfach zu Beschädigungen rein durch den täglichen Gebrauch.

Ästhetischer Holztisch, dessen Risse professionell mit hochwertigem Epoxidharz gefüllt worden sind
Risse in einem Holztisch können sehr ästhetisch mit Epoxidharz gefüllt werden!

Anleitung zum Risse-im-Holz-füllen mit Epoxidharz

Epoxidharz besteht aus einem Harz und einem sogenannten Härter. Dieses spezielle Harzsystem nennt man auch 2K-Epoxidharz. Beides wird in einem bestimmten Mischverhältnis gründlich miteinander vermischt. Es entsteht so eine chemische Reaktion und heraus kommt das äußert robuste Epoxidharz. Damit die Harzmasse auch wirklich gut durchgemischt wird, kann eine Bohrmaschine mit entsprechendem Rühraufsatz verwendet werden.

Vorbereitung der zu bearbeitenden Holzflächen

Eine gewissenhafte und gründliche Vorbereitung ist äußerst wichtig, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Die Oberfläche des betreffenden Holzstückes sollte wirklich sauber und trocken sein. Es gilt sicherzustellen, dass sich keine Rückstände wie etwas Öl, Staub, Fett oder sonstiger Schmutz auf dem Holz befinden. Ist das Holzstück von Natur aus uneben, empfiehlt es sich, es mithilfe einer Bürste gründlich zu reinigen. Manchmal ist es auch ratsam, mit Schleifpapier zu arbeiten. Am Ende dürfen auf jeden Fall keine Holzpartikel oder -faser zurückbleiben.

Nun heißt es, die Risse, die auszubessern sind, genau zu betrachten. Gehen die Risse durch das gesamte Werkstück? Besteht also die Gefahr, dass das Epoxidharz wieder hinausläuft, wenn es in die Risse eingegossen wird? Sollte dies tatsächlich der Fall sein, müssen die betreffenden Stellen unbedingt fachgerecht abgedichtet beziehungsweise abgeklebt werden.

Als besonders geeignet hat sich hierfür Adhäsionsfolie erwiesen. Sie haftet sehr gut an der Holzfläche, hinterlässt jedoch keinerlei Rückstände, wenn sie später wieder entfernt wird.

Hat man keine Adhäsionsfolie zur Hand, kann grundsätzlich auch ein herkömmliches Klebeband verwendet werden. Allerdings muss dann in Kauf genommen werden, dass es zu Kleberückständen am Holz kommen kann.

Risse im Holz füllen mit Epoxidharz

Für das Ausbessern und Reparieren von Rissen und Löchern eignet sich ein dickflüssiges Harz besonders gut. Es gibt diesbezüglich sehr viele Produkte von unterschiedlichen Herstellern, die aber normalerweise alle ihren Zweck erfüllen. Die verschiedenen Harzsorten, die Mischverhältnisse und die genauen Anwendungsbereiche sind den Verpackungen zu entnehmen. Risse im Holz füllen mit Epoxidharz funktioniert ausgesprochen gut. Das Harz ist transparent, fast geruchsneutral und schrumpft nicht so stark beim Aushärten. Außerdem kann das verwendet Harz auch individuell gefärbt werden.

Wichtig ist ein sauberes, sicheres und ordentliches Arbeiten. Die absolute Trockenheit des Holzstückes ist Grundvoraussetzung für das Gelingen. Holz hat die Eigenschaft, Feuchtigkeit zu sammeln. In der verklüfteten Oberfläche kann sich leicht Wasser festsetzen. Wird das Epoxidharz dann aufgetragen, können sich Blasen bilden.

Um sicherzugehen, dass das Holz auch tatsächlich staubtrocken ist, kann ein Fön oder eine Heißluftpistole verwendet werden. Je nachdem, um was für eine Holzoberfläche es sich handelt und in welcher Größe.

Sind alle notwendigen Vorbereitungen getroffen, lassen sich nun die Risse im Holz füllen mit Epoxidharz. Bei dem Arbeiten mit Epoxidharz muss immer die Topfzeit, also die Gebrauchsdauer beachtet werden. Da das Harz ja verhärtet, kann man sich natürlich nicht ewig Zeit lassen beim Verarbeiten. Damit die Risse im Holz auch fachgerecht und professionell versiegelt werden, muss das Harzgemisch noch relativ flüssig und flexibel sein, wenn die Risse damit aufgefüllt werden.

Nachbearbeitung der ausgebesserten Stellen

Ist das Füllen der Risse im Holz mit Epoxidharz erfolgreich beendet worden, heißt es erst einmal warten. Je nach Harzsorte muss das Ganze jetzt mehrere Stunden bis wenige Tage aushärten. Das hängt natürlich immer auch vom Umfang der Ausbesserung ab. Wurde viel Epoxidharz verwendet, dauert die Aushärtung entsprechend länger.

Es ist sehr wichtig, an dieser Stelle die Herstellerhinweise aufmerksam zu studieren und auch gewissenhaft zu befolgen. Für jedes Produkt gelten unterschiedliche Bestimmungen.

Nachdem das Epoxidharz ausgehärtet ist, folgen die „Schönheitskorrekturen“. Damit die Holzoberfläche auch nach der Ausbesserung wieder angenehm glatt ist, empfiehlt es sich, mit Schleifpapier oder gegebenenfalls auch mit einer Schleifmaschine die betreffenden Stellen zu bearbeiten. Danach sollte das Werkstück erneut sorgfältig gereinigt werden. Schleifen hinterlässt bekanntlich Staub und Kleinstpartikel.

Zum Abschluss können die aufgefüllten Risse dann mit einem transparenten Kunstharz versiegelt werden. Erneutes Schleifen entfernt wiederum unschöne Unebenheiten. So erhält das gesamte Werkstück wieder eine schöne und einheitliche Oberfläche.

Schutzvorkehrungen beim Arbeiten mit Epoxidharz

Wer mit Epoxidharz arbeitet, sollte unbedingt ausreichende Maßnahmen zum Schutz der eigenen Gesundheit beachten. Direkter Hautkontakt mit dem Epoxidharz sollte tunlichst vermieden werden. Zudem entstehen durchaus giftige und gesundheitsschädliche Dämpfe beim Verhärtungsprozess. Eine Atemschutzmaske sowie eine Schutzbrille und entsprechende Handschuhe sind ein absolutes Muss. Es sollte sich bei den Handschuhen um professionelle Nitril- und Butylhandschuhe handeln und nicht um einfache Einwegplastikhandschuhe.

Epoxidharz kann außerdem sehr heiß werden. Die Aushärtung des Harzes ist exotherm. Je nach Menge des Harzes und Schnelligkeit des Aushärtens wird dabei Wärme, um nicht zu sagen Hitze freigesetzt. Temperaturen von bis zu 90 Grad sind für Augen, Finger und auch viele Werkzeuge nicht geeignet und man muss das auf jeden Fall berücksichtigen.

Aber grundsätzlich gibt es keinen Grund zur Sorge! Berücksichtigt man die Schutzhinweise, lassen sich mit diesem tollen Material ausgezeichnete Ergebnisse erzielen.

Redaktion
Author: Redaktion

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*